
- Alle französichen Sorten sind stärker und steiler im Wuchs
Kulturhinweise
Mandeln sind Wärme liebend und ansonsten recht anspruchslos. Sie kommen gut mit Trockenheit zurecht und bevorzugen kalkreiche Böden. Wie alle Steinobstarten verträgt sie keine Staunässe. Neben sortenechten Bäumen werden sie hauptsächlich auf mittelstark wachsende Unterlagen wie St. Jul. A oder GF 677 veredelt.
Mandeln gelten zwar als schnittverträglich, sind aber recht anfällig für Pilzkrankheiten wie Verticilium oder Valsa. Wenn geschnitten werden muss, sollte man dies im belaubten Zustand direkt nach der Ernte tun, ähnlich wie bei Aprikosen oder Süßkirschen. Hier ist die Wundverheilung schneller und die Gefahr von Infektionen ist deutlich niedriger. Geerntet wird, wenn sich die ersten
Fruchtschalen zu öffnen beginnen. Diese entfernt man am Besten sofort, weil sie sich dann noch gut vom Stein lösen lässt (später trocknen sie auf dem Stein auf und sind kaum noch abzubekommen). Ähnlich wie Walnüsse ist das konsequente und sofortige Trocknen besonders in feuchten Erntejahren wichtig, um Verderb zu vermeiden. Gelagert werden sollten sie wie alle Obstarten bei möglichst kühlen Temperaturen (1 – 5 °C) und erhöhter Luftfeuchte (ca. 70%), um den Schwund zu reduzieren.